Forschungsthemen

 

Die Künstlerische Gestaltung – vormals Bild­nerische Gestaltung und Lehrstuhl für Plastik – weitet die auch in der Lehre entwickelte Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit den Werkzeugen der Darstellung und Gestaltung in der Forschung auf Unter­suchungen aus, die sich mit der Entwicklung und Überprüfung neuer Gestaltungstechniken und Verfahrensweisen und ihre Wirksamkeit beschäftigt. Inhaltliche Fokussierungen liegen dabei im Bereich Farbe, in der Verknüpfung von analogen und digitalen Darstellungswerkzeugen und im Studium von Körpertechniken. Darüber hinaus wid­met sich die Forschung der Betrachtung der im Entwerfen hergestellten Artefakte, die unter dem Begriff Bildentwurf verhandelt werden. Regelmäßig werden die Forschungsthemen von Ausstellungen und Konferenzen beglei­tet, die in Publikationen überführt werden. Die inhaltliche Ausrichtung der Forschung bringt eine interdisziplinäre Verschränkung mit sich.

  Orte der Farbe Urheberrecht: K:G

Farbe

Im Architekturkontext entwickelt das Phänomen Farbe seine Wirkung als Interaktion von Subjekt, Substanz, Raum, Licht und Zeit. Die Erforschung dieses komplexen Wirkungsmechanismus kann zu neuen gestalterischer Strategien für einen Umgang mit Farbe als atmosphärischem, raum-zeitlichem Phänomen führen. Eine phänomenologisch begründete, architekturspezifische Farbentheorie stellt die Farbe als Licht und als Substanz-Phänomen in den Kontext des Räumlichen, des Materials und der Zeit. Im Bereich des Entwerfens eröffnen sich hier neue Kategorien für die Konzeption und Ordnung von Räumen, die über die Möglichkeiten der Geometrie weit hinausführen.

Publikation zu beziehen über:

Buchhandlung Walther König

 
  Buchcover Manifestationen im Entwurf Urheberrecht: K:G

Embodiment

Die Bedeutung manueller Praktiken und die wechselseitigen Verbindungen zwischen bewusstem, intentionalem Denken und vorbewusstem körperlichem Agieren im Kontext des Entwerfens spielt eine zentrale Rolle in unserer Forschung. Die Rolle des Körperlichen, des Händischen, der Interaktion mit dem Material und der sinnlichen Wahrnehmung eröffnet auch neue Aspekte in der Methodendiskussion, denn bildnerische Medien sind nicht nur Werkzeug, sondern auch Impulsgeber in kreativen Prozessen. In vielfältigen, auch fakultätsübergreifenden Kooperationen loten wir dabei die Relevanz und Potentiale der kreativen Artikulation so aus, dass auch Studierende in den spannenden Prozess der Forschung eingebunden sind.

Publikation zu beziehen über:

transcript-Verlag

 
  Buchcover Werkzeug - Denkzeug Urheberrecht: K:G

Werkzeuge des Entwerfens

Das Forschungs-Profil des Lehrstuhls für Künstlerische Gestaltung thematisiert Methoden und Werkzeuge kreativen Handelns im Kontext der Architektur. Weil Bauten und Räume einen grundlegenden Einfluss auf das menschliche Leben haben, kann dieser Diskurs nicht losgelöst geführt und auf technische Aspekte reduziert werden. Denn im Mittelpunkt jedes Entwurfs- und Herstellungsprozesses stehen die aktiv gestaltenden und die rezipierenden Menschen, die durch ein Werk, einen Raum, ein Produkt miteinander in Beziehung treten. Ein substantieller Bestandteil unserer Arbeit ist die Exploration und Weiterentwicklung bildnerischer Werkzeuge, Praktiken und Strategien. Digitale Bildmedien haben einen Quantensprung in der Produktion von Bildern verursacht. Aber neue Medien haben in der Kunst die bestehenden Medien meistens nicht verdrängt, sondern ergänzt. Wir sehen darin eine Chance, Bildfragen immer wieder neu zu diskutieren.

Publikation zu beziehen über:

transcript-Verlag

 
  Titelblatt Bildentwurf Grafik Urheberrecht: K:G

Bildentwurf

Die Wirkung realer Gebäude basiert nicht nur auf optischen Informationen über ihr Aussehen, sondern auf ihrer Erscheinung, die sich im unmittelbaren körperlichen Erleben entfaltet. Architektur-Bilder müssen das reflektieren. Anders als die erlebte Realität, die jeden Menschen emphatisch berührt, tut dies noch lange nicht jedes Bild. Gerade dann, wenn ein architektonisches Konzept einen phänomenologischen Ansatz verfolgt, brauchen wir neue Formen des Architektur-Bildes. Hybride Techniken und Bildformen ermöglichen individuelle, reagible Praktiken der Bildproduktion, die - abhängig von dem konzeptuellen Ansatz eines Projektes - immer wieder neue Bild-Formen und Deutungen hervorbringen.

Publikation zu beziehen über:

Universitätsbibilothek der RWTH Aachen