Bildnerische Gestaltung 1b/G&D1

  Studierende beim Zeichnen Urheberrecht: © KG

In diesem Kurs werden die Ziele aus dem vorherigen Semester erweitert und vertieft. Nach dem Erproben von Methoden der Wahrnehmung und Darstellung geht es jetzt darum, wie wir Zeichnungen thematisieren und fokussieren, um sie inhaltlich zu begreifen und zu nutzen.

Wir setzen an mit der Erkenntnis, dass Architektur in der real erfahrenen Konfrontation –mit allen Sinnen– erlebt werden muss. Die Entwicklung einer ,Kultur des Unterwegsseins‘ dient der gezielten Auseinandersetzung mit bedeutenden und anonymen Architekturwerken und -ideen in ihrem jeweiligen Kontext. Diese sollen in einem persönlich gestalteten Skizzenbuch bildnerisch verarbeitet werden. Hier liegt unser Augenmerk auch auf der Entwicklung einer persönlichen, spontanen Zeichensprache, einer gesteigerten Intensität der Wahrnehmung und einer erkennbaren, persönlichen Sichtweise und Deutung.

Es geht damit um das kreative raumzeitliche Begreifen von Stadträume | Straßen | Plätze | Raumfolgen | Typologien | Gestaltordnungen | performativen Handlungen in der bildnerischen Übersetzung und Abstraktion. Es geht aber auch um eine Annäherung und kritische Auseinandersetzung mit architekturrelevanten Themen und Fragestellungen wie z.B. Atmosphäre | Licht | Brüche | sensible (Un-)Orte in Stadt + Landschaft | Farben | Texturen. Zur thematischen Fokussierung von Zeichnungen werden auch methodische Experimente verfolgt: z.B. Perspektivwechsel aus der Vorstellung | Dekonstruktion | Röntgen/Sezieren | radikale Abstraktion | Schema | malerische Experimente | kreative Verfremdung | Schreiben-im-Bild | Serielles Arbeiten | Aspektsehen. Die Veranstaltung wird begleitet von einer 6-teiligen Vorlesungsreihe zu den Themen: Aspektsehen | Inhalt und Form | Serielles Arbeiten | Vor der Natur.1 + .2 | Unschärfe.

Termine siehe RWTHOnline

Prof. Thomas H. Schmitz

Yü Chen

Hannah Groninger

Anja Neuefeind

Dr. Dominik Mohs