Spiel | Skulptur

  Kunst-Spiel Deaconball | 1997 Urheberrecht: © Axel Friedrich Kunst-Spiel Deaconball | 1997

Ziel der Stadt Aachen ist es, die Innenstadt für Kinder und Jugendliche über die klassischen Spielplätze hinaus attraktiver zu gestalten und vor Ort im realen Raum einen spürbaren Mehrwert – eine Steigerung der Aufenthaltsqualität für diese Zielgruppe zu gewährleisten.

Spielen auf Geräten z.B. auf dem Spielplatz ist in der Regel zweckfrei. Es entwickelt sich aus dem Umgang mit dem räumlichen und dinglichen Setting, zunächst ohne feste Regeln, die über die direkt ersichtlichen Spielfunktionen hinaus gehen. Man kann diese Gerätschaften zumeist allein bespielen, in der Gruppe wird dann aber oft ein Regelspiel oder Wettkampf daraus - die Regeln orientieren sich an den Gegebenheiten des Gerätes, sie werden dann aber von der Gruppe selbst erfunden. Es gibt viele Spielgeräte, die man in Kategorien fassen kann (Drehspielgeräte, Federwippgeräte, Sand- und Wasserspiele etc.). Es scheint bereits alles zu geben – warum nach etwas Neuem suchen…?

Kinder finden Spielmöglichkeiten, auf die Erwachsene nie kommen würden. Auch Künstler haben immer wieder ungewöhnliche Spielgeräte entwickelt, die oft viel mehr der Phantasie und der freidenkerischen Spielweise der Kinder entsprechen, als konventionelle Geräte, die z.B. von Produktdesignern entworfen werden.

Deine Aufgabe: Erkunde städtische Räume, offene, versteckte, ungenutzte Orte, Lücken, Zurückgelassenes, an denen Du Dir Ansatzpunkte für konspirative spielerische Handlungen und Gerätschaften vorstellen kannst. Entwickle in wöchentlicher, experimenteller Atelierarbeit mit dazu passenden Materialien modellhaft eine Lösung, die diesen Ort zu einem skulpturalen Spiel-Environment macht und zugleich seinen ‘Genius Loci‘ bewahrt oder verstärkt.

* In Kooperation mit der Stadt Aachen und mit dem Lehrstuhl GBL.

Wöchentlich dienstags | 09:30 – 12:30 Uhr | Bildhaueratelier/Wüllnerstraße

Materialbeitrag: 25 €

Betreuer: Axel Friedrich, Prof. Thomas Schmitz