Living Colour/FF

  living colors Urheberrecht: © Hensel

In dieser Veranstaltung geht es um die nachhaltige Produktion von Material und seiner Anwendung, hier speziell um die der Farbe. Dabei wird die Methode des traditionellen Färbens und die mit lebenden Organismen thematisiert. Vor allem das Untersuchen des gestalterischen Potentials von Algen als Farbstoff dient als Ausgangspunkt, um über neue Quellen für die Herstellung von Material und deren Implikationen zu reflektieren. Da alle verwendeten Materialien aktiv sind, stellt sich weiterhin die Frage nach deren Haltbarkeit. Die praktische Anwendung solcher Farbstoffe setzt die Akzeptanz einer Transformation sowie die Abgabe von Kontrolle voraus. Die Aufgabenstellung suggeriert eine Gestaltung, die die Transformation der Farbe konzeptionell integriert und der Frage nachgeht, was es für unser Farb- und Materialverständnis bedeutet, wenn Farbe sich mit der Zeit verändert oder sogar verschwindet.

Im Kontext der theoretischen Strömungen des Neuen Materialismus, Objektorientierter Ontologie und Posthumanismus werden die Studierenden mit Hilfe von Forschungsjournalen an eine wissenschaftliche Arbeitsweise herangeführt, die die Transformation der Farbstoffe dokumentieren, um zeitliche Prozesse besser verstehen zu lernen und um diesen dynamischen Prozess sowohl im Digitalen wie im Analogen sicht- und begreifbar zu machen. Farbstoffe, die hergestellt und/oder eingesetzt werden: Rubia Tinctorum (Krappwurzel), Indigofera Tinctoria (Indigo), Algen: Chlorella vulgaris, Dunaliella salina, Haematococcus pluvalis, Arthrospira platensis.

Gefördert durch das Programm Curriculum 4.0 innerhalb des Projektes "Hybride Denkwerkzeuge"

Betreuerin: Sina Hensel Univ.-Prof. Thomas H. Schmitz