Biomorphe Abstraktion/SGD+WF

  biomorphe Formen Urheberrecht: © Friedrich (Collage)

Die biomorphe Abstraktion – umgangssprachlich auch ‚organische Formgebung‘ genannt, wurde ursprünglich von Bildhauern und Malern entwickelt. Künstler wie Hans Arp oder Joan Miró waren zu Beginn der Moderne von der Formensprache der Natur fasziniert und haben versucht, diese Ausdruckskraft des Wachsens und Werdens, des Pulsierens und Expandierens lebendiger Volumina in ihren Arbeiten anzuwenden. Wo Hans Arp eine ‚menschliche Konkretion‘ suchte – eine stark abstrahierte Annäherung an die Formen des menschlichen Körpers – so entwickelte sich diese bildhauerische Formfindung bis zum heute industriell angewendeten ‚Organic Design‘, wie es von Architekten (Bsp. Zaha Hadid) oder Produktdesignern (Bsp. Ross Lovegrove) vertreten wird.

Künstlerische Epigonen in der heutigen Zeit heißen Richard Deacon und Tony Cragg oder Thomas Rentmeister; sie verbinden mitunter den Aspekt der ‚menschlichen Konkretion‘ mit Formstrategien, die sie aus makroskopischen Aufnahmen der pflanzlichen oder tierischen Morphologie heraus interpretieren, oder in die Werklogik handwerklich-technischer Formgebungsverfahren und Konstruktionen transferieren.

Henry Moore fasste diese Haltung mit dem Zitat zusammen: …kein Abklatsch der Natur, sondern nach den Gesetzen der Natur aufgebaut…“ wollte er eigene Formen in einer Dialektik von Formanalyse und künstlerischer Synthese entwickeln.

Im Seminar verfolgen die Teilnehmenden ihre einen Strategien und arbeiten diese zu flächigen, struktur- oder volumenbetonten Skulpturen aus, wobei auch Übergangsform denkbar sind. Modelliert wird mit Plastilin - die Freiheit des Gestaltens innerhalb einer selbstgesetzten Regelhaftigkeit ist praktisch grenzenlos!

Material: gegen einen Materialbeitrag kann das Material zu einem günstigen Preis am Bildhaueratelier abgeholt werden

Kurszeiten: Mittwochs 13:00 - 16:00 Uhr | Bildhaueratelier/Wüllnerstraße

Materialbeitrag: Grundbetrag 25 €, je nach Aufwand können individuell zusätzliche Kosten entstehen.

Betreuer: Axel Friedrich, Prof. Thomas Schmitz