Bildhandlungen: Gestik und Mimik/FF

 

Bildhandlungen: Gestik und Mimik/FF

Zeichnung 2 Gesichter 2 Hände Urheberrecht: © K:G Johann Kim

Wir behandeln die Frage, inwiefern Bildhandlungen, die prozesshaft und performativ sind, für die ästhetische Praxis der Sichtbarmachung von Ideen eine Rolle spielen. Es geht dabei um visuelle Ausdrucksmöglichkeiten, die wir auch als eine körperliche – eine kinetische Sprache – reflektieren. Gezielt sollen Emotionalität und körperliche Ausdrucksmittel als non-verbale Kommunikation mit Hilfe der Aufzeichnung von Gesten, Blicken und Mimik für zeichnerische Prozesse und formgebende Verfahren eingesetzt werden.

Modul 1: Neben der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten zur Entwurfswissenschaft widmen wir uns der Praxis: Nach einem Einführungsworkshop geht es darum, Gestik und Mimik bewußt erfahrbar zu machen. Wir notieren soziale Interaktionen und generieren Daten verschiedener Kommunikationsprozesse. Diese Auseinandersetzung, die theoretisch und praktisch stattfindet, nutzen wir als Basis für die Entwicklung von eigenen Fragestellungen.

Modul 2: In einem zweiten Untersuchungsblock gehen wir ins Motion Capture Labor (Natural Media Lab, signges, Univ.Prof. Irene Mittelberg) um unsere redebegleitenden Gesten aufzuzeichnen. Anhand eines eigens dafür herstellten Grasshopper Plug-Ins werden die entstehenden Daten sichtbar gemacht, sie animiert und gfs. 3D gedruckt.

Aufgabe wird es sein, die Aufnahmesituation zusammen mit Methodik und Datenauswertung je nach Fragestellung zu definieren und im Modul 2 ein eigenes „Forschungsprojekt“ zu durchlaufen. Wir reflektieren inwiefern sich das Aufnahme- bzw. Bildmedium in die visuellen Bildhandlungen einschreibt und Materialität und Werkzeug dabei relevant werden.

Gefördert durch das Programm Curriculum 4.0 innerhalb des Projektes "Hybride Denkwerkzeuge"

Technische Unterstützung: Tobias Heimig

Gastkritiken: Univ.-Prof. Irene Mittelberg und Dr. Judith Dobler

Hannah Groninger Univ.-Prof. Thomas H. Schmitz