Naturstudien in Papiermodellen

  Papiermodelle Urheberrecht: © Odine Lang

Naturobjekte bieten Architekten schon seit Jahrhunderten einen üppigen Fundus an Formen und Formbildungs-mechanismen, die auch heute noch als Inspirationsquelle herangezogen werden. Durch die Auseinandersetzung mit kleinformatigen pflanzlichen Objekten wie Schoten, Fruchtständen, Knospen, aber auch mikroskopisch kleinen Lebewesen, wollen wir uns gemeinsam eine Formenwelt eröffnen, aus der in vielfältiger Art und Weise abstrahierend eigene Konstruktionen abgeleitet werden können.

Der alltäglich verfügbare Werkstoff Papier hat spezifische Materialeigenschaften und ermöglicht recht unkompliziert Konstruktionen von Modellobjekten, es unterliegt aber zugleich eigenen Gesetzmäßigkeiten. Begleitet von material-kundlichen Informationen erproben und entwickeln wir verschiedene Faltungen und Verbindungstechniken (wie klebelose Verbindungen oder Fadenverbindungen), insbesondere modulare Strukturen und die Möglichkeiten gebogener Falzlinien – mit dem Ziel aus dem flachen Werkstoff zu vielfach gewölbten Oberflächen zu gelangen.

Über Zeichenübungen zur Sensibilisierung der Wahrnehmung und analysierendes Zeichnen nähern wir uns dem Formenschatz der Naturobjekte, um anschließend fokussierend auf ausgewählte Merkmale abstrahierende Papiermodelle zu bauen. Dies schließt eine Formanalyse, ggf. morphologische Recherche zum gewählten Objekt ein. Mit dem Blick auf unterschiedliche Merkmale und Details und die Wahl geeigneter Papiertechnik/Modularität entstehen seriell verschiedene Modelle, die jeweils andere Eigenschaften der Vorlage verdeutlichen.

Wöchentlich mittwochs | 09:00 – 12:00 Uhr | Bildhaueratelier/Wüllnerstraße

Betreuung: Odine Lang http://www.odinelang.de