Digital Clay - Calculated Collapse/FF

  3D-Druck keramische Masse © Xiaoxuan_Liu_und_Guangyuan_Yu

Das Forschungsfeld führt in das digitale Fertigungsverfahren des ‚Liquid Deposition Modelling‘ (LDM) ein und untersucht die technischen (Spiel-)Möglichkeiten von extrudierter, plastischer Tonmasse für architektonische Anwendungen.

Im LDM müssen die besonderen Eigenschaften, des während der Fertigung noch weichen Materials, in den Entwurf einbezogen und gewissermaßen kalkuliert werden. Mit Hilfe algorithmischer Pfaddefinitionen (Grasshopper3D) werden unter dem Gesichtspunkt des ‚Calculated Collapse‘ keramischen (Bau-)Strukturen entwickelt, die mit anderen Methoden und Materialien nicht herstellbar wären. Die während des Druckprozesses problematisierten intrinsischen Selbstbildungsprozesse des plastisch-weichen Materials werden in diesem Forschungsfeld durch einen gezielt kalkulierten Kollaps für eine spezifische Formbildung untersucht und nutzbar gemacht.

Ziel des Forschungsfeldes ist es die Potenziale der digitalen Werkzeuge in ihrem kreativen Gestaltungsspielraum weiter auszuschöpfen und neue Form- und Prozessgestaltungen zu evozieren. Wie auch bei den manuellen Handhabungen, bedarf es bei den digitalen Werkzeugen, eines breiten Erfahrungshorizontes in praktischen Formgebungsmethoden und -verfahren. Vermittelt werden Kenntnisse in Grasshopper3D sowie der Umgang mit dem Delta WASP 3D-Clay-Printer.

Termin: Donnerstags 9:30 – 12:00 Uhr

Materialbeitrag: 15€ pro Studierenden

Christina Klug  Prof. Thomas Schmitz