Analoge Fotografie

 

Schwarz-Weiß-Fotografie

Thema: Selfie

In der Ästhetik der Fotografie sind die analogen Technologien prägend. Doch auch beim Fotografieren selber ist es wertvoll, sich damit auseinanderzusetzen. Zur Digitalfotografie, in der der Fotograf das ‚programmierte Bild‘ scheinbar immer unter Kontrolle hat, stellt die analoge Fotografie einen materiellen Gegenpol dar.

Die Magie der analogen Fotografie liegt in der Ästhetik des Filmmaterials, in Bildern, die 'unperfekt' sind. Typische 'Fehler' beim Belichten auf Film, Unschärfe, Lichteinfall, Unter- oder Überbelichtung tragen dazu bei. Fotografieren auf Film kann eine Herausforderung sein. Im Gegensatz zur digitalen Bildproduktion kann der Fotograf das Bild erst nach der Entwicklung überprüfen. Man sieht erst nach dem Prozess, ob man zu kurz oder zu lang belichtet hat oder ob sonstige 'Fehler' das fotografische Material beeinflussen. Das Unvorhersehbare stellt einen besonderen Reiz dar. Die Pioniere der Fotografie experimentierten mit optischen Apparaten und chemischen Prozessen, und fanden auf diese Weise heraus, was Kameras ermöglichen.

Die Lochkamera ist das einfachste optische Gerät, mit dem man von einem Gegenstand ein Bild erzeugen kann. Belichtet man mit ihr Schwarzweißfilm, kann man im Schwarz-Weiß-Labor selbst entwickeln, und anschließend eigene Schwarz-Weiß-Fotografien auf Papier ausbelichten. Im Prozess des Entwickelns und Belichtens im Labor gibt es viele Möglichkeiten das Ergebnis zu beeinflussen, gleichzeitig gilt es mit den 'Fehlern' und dem 'Unperfekten' der Lochkamerabelichtung zu arbeiten.