M3 Markthalle Köln

 

Markthalle Köln - Gestapelte öffentliche Räume

Masterarbeit Laurenz Härtl, 2020 /2021

Betreuung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing Thomas H. Schmitz / M.A. René Kersting / Univ.-Prof. Dipl.-Ing Hartwig N. Schneider (Lehrstuhl für Baukonstruktion).

Die Markthalle befindet sich im Zentrum der Stadt Köln, am nördlichen Rand der Altstadt und grenzt an den südlich des Doms gelegenen Roncalliplatz. Auf der Nordseite des Gebäudes ergibt sich ein unverbaubares Panorama auf den Kölner Dom und auf der Südseite schließt die „Via Culturalis“, eine von Museen und öffentlichen Bauten gesäumte Kulturachse in Nord-Süd-Ausrichtung an. Die Markthalle kann als Auftakt dieser aufgefasst werden. Kern des Entwurfs sind drei gestapelte öffentliche Räume, die sich in ihren Qualitäten unterscheiden und jeweils engen Bezug zur Umgebung zulassen. Der Entwurf versteht sich als Katalysator des öffentlichen Raumes, als Magnet für Menschen, die über den Warenaustausch und den Konsum hinaus der Stoffwechsel kultureller und geistiger Waren interessiert. Das Gebäude soll mit seinem Charakter eine strukturelle Grundlage für eine wieder aufkeimende Lebendigkeit der Innenstadt und den Diskurs von Menschen bieten. Im Erdgeschoss befindet sich ein offener, frei bespielbarer, überdachter Aktionsraum. Belebt wird er durch über den Tag und über die Woche verteilte Events der formellen, aber auch informellen Art. Auf der für Fahrzeuge befahrbaren, der natürlichen Topografie folgenden Fläche unter dem Gebäude gibt es die Möglichkeit Wochenmärkte, Food-Festivals, Messen, Flohmärkte, Musik- und Kulturveranstaltungen und Ausstellungen zu veranstalten. Der Charakter dieses Raumes ist wechselhaft und ermöglicht spontane Interaktion. Über zwei breite Freitreppen, die unter dem Gebäude beginnen und die Decke durchstoßen gelangt man auf die galerieartige erste Ebene. Dort befindet sich die großzügig nach Norden und Süden öffenbare Feinkostmarkthalle, in der es festverbaute Stände, Theken und Sitzgelegenheiten gibt. Verkauft werden verarbeitete und zubereitete Waren und Speisen. Das klassische Marktangebot wird erweitert durch Feinkost, Spezialitäten, internationale Speisen und die Möglichkeit zu Probieren. Folgt man den Freitreppen weiter bis auf das Dach erreicht man einen Dachgarten, der neben dem Weitblick und dem Ausblick auf den Dom Raum für körperliche Aktivität oder Entspannung bietet.