Biomorphe Abstraktion - Metallguss/G&D2

  Metallskulptur Urheberrecht: © K:G

Die biomorphe Abstraktion – umgangssprachlich auch ‚organische Formgebung‘ genannt, wurde ursprünglich von Bildhauern und Malern entwickelt. Künstler wie Hans Arp oder Joan Miró waren zu Beginn der Moderne von der Formensprache der Natur fasziniert und haben versucht, diese Ausdruckskraft des Wachsens und Werdens, des Pulsierens und Expandierens lebendiger Volumina in ihren Arbeiten anzuwenden. Wo Hans Arp eine ‚menschliche Konkretion‘ suchte – eine stark abstrahierte Annäherung an die Formen des menschlichen Körpers – so entwickelte sich diese bildhauerische Formfindung bis zum heute industriell angewendeten ‚Organic Design‘, wie es von Architekten oder Produktdesignern vertreten wird.

Künstlerische Epigonen in der heutigen Zeit heißen Richard Deacon und Tony Cragg oder Thomas Rentmeister; sie verbinden mitunter den Aspekt der ‚menschlichen Konkretion‘ mit Formstrategien, die sie aus makroskopischen Aufnahmen der pflanzlichen oder tierischen Morphologie heraus interpretieren, oder in die Werklogik handwerklich-technischer Formgebungsverfahren und Konstruktionen transferieren.

Im Seminar verfolgen die Teilnehmenden ihre eigenen Strategien und arbeiten diese zu Skulpturen aus. Zuerst kann mit unterschiedlichen plastischen Massen modelliert werden. Zum Metallguss wird das traditionelle Sandgussverfahren angewendet. Die erarbeiteten Modelle können später in verschiedenen Metallen gießtechnisch umgesetzt werden (Zinn, Aluminium, Zink, Bronze etc.). Es können etwa faustgroße Metallskulpturen (200-300 cm³) erstellt werden.

Wöchentlich donnerstags | 14:30 – 17:30 Uhr | Bildhaueratelier/Wüllnerstraße

Materialbeitrag: 30 €

Axel Friedrich, Prof. Thomas Schmitz